Die Kreuztalsklippe ist ein etwa 60 m hoher Felsen mit einer Aussichtsterrasse, von der man einen schönen Blick auf das mittlere Dorf Wieda hat – auf die Häuserreihe am Bohlweg und am Eingang zur Silberbachsiedlung sowie auf die Bebauung am Käseberg. Ganz im Hintergrund erkennt man den Stöberhaigipfel, auf dem sich früher das Berghotel befand.

Die Kreuztalsklippe ist ein etwa 60 m hoher Felsen mit einer Aussichtsterrasse, von der man einen schönen Blick auf das mittlere Dorf Wieda hat – auf die Häuserreihe am Bohlweg und am Eingang zur Silberbachsiedlung sowie auf die Bebauung am Käseberg. Ganz im Hintergrund erkennt man den Stöberhaigipfel, auf dem sich früher das Berghotel befand.
Die Kreuztalsklippe erhebt sich an der engsten Stelle des Wiedatales, wo beiderseits des Wiedabaches gerade der Bohlweg und die Ortsstraße mit dem Straßenabschnitt „Am Kreuztal“ Platz haben. Nur jeweils eine Häuserreihe passte an die steilen Bergeshänge. Beiderseits der Wieda haben die Berge eine Höhe von rund 500 m (Knicking, Käseberg, Füllenberg).
Auf dem Bohlweg verlief von 1899 bis 1963 die Trasse der Südharzeisenbahn. Dort findet jedes Jahr im September das Wiedaer Straßenfest „Spelle varn Schwelle“ statt. Viele ehemalige Wiesen an den steilen Bergeshängen hinter den Häusern sind heute wieder bewaldet. Die Wohnsiedlung auf dem Käseberg entstand erst nach 1956. Am Bergeshang des Käsebergs befindet sich die 2017 eingerichtete Stempelstelle „Bienenpfad“. Dieses Terrain diente von 1733 bis 1890 als Bergfriedhof und wurde 1936 in einen Kurpark umgestaltet. Seit 1721 steht hier oben das Glockenhäuschen, das bei den Einheimischen als Glockenturm bezeichnet wird und als Wahrzeichen von Wieda gilt. Die gegenüber im Wiedatal befindliche Lutherkirche (Baujahre: 1770 bis 1778) wurde ohne Glockenturm geplant, weil sich Glocken und Turmuhr damals schon am Bergeshang befanden.
Von dem Felsmassiv der Kreuztalsklippe lösten sich immer wieder Steine, welche die Anwohner unterhalb der Klippe gefährdeten.1915 errichtete eine Bremer Firma im Wald unterhalb der Klippe im Auftrag der herzoglichen Forstbehörde einen festen Zaun – eine Stahlkonstruktion – gegen Steinschlag.
1930 wurde der Aussichtspunkt Kreuztalsklippe vom Harzklub-Zweigverein Wieda durch Einebnen vergrößert und mit einem Eisengeländer umgeben, an dem zwei von der Wiedaer Hütte gegossene Platten (Motive: „Bergmann“ und „Wilder Mann“) angebracht waren.
Auf der Aussichtsterrasse laden heute Sitzbänke und eine Schutzhütte den Wanderer zur Rast ein. Hans Peters – der langjährige, verdienstvolle Vorsitzende des Harzklub-Zweigvereins Wieda – wurde Namensgeber für die Hütte. Die Absperrung zur Klippe hin wurde 2024 vom Harzklub-Zweigverein Wieda in Zusammenarbeit mit der THW-Jugend Niedersachsen erneuert.
Man kann vom Dorf aus in verschiedenen Richtungen die Kreuztalsklippe erreichen. Der kürzeste Weg führt über die Schulstraße am Seniorenheim Lamm vorbei in den Wald auf den Forstweg. Wer mit dem Bus nach Wieda fährt, müsste an der Haltestelle „Am Kreuztal“ aussteigen.
