HWN Stempelsbuche 01.07.16

Stempelstelle 8 / Stempelsbuche

Die Wegkreuzung Stempelsbuche (671 m ü. NN) liegt am Heinrich Heine Weg, welcher von Ilsenburg zum Brocken führt.

In der sich hier befindlichen Schutzhütte ist auch die Stempelstelle. Ihren Namen erhielt sie wahrscheinlich von der einst prächtigen Buche die heute nur noch als Stumpf ihr Dasein fristet.

Von der Stempelsbuche kann man die Tour zum Brocken HWN 9, zum Gelben Brink HWN 22, zum Ferdinandsstein HWN 16 oder zur Rangerstation Scharfenstein HWN 2 fortsetzen.

Zwischen der HWN Bremer Klippe und der HWN Stempelsbuche wandert man durch abgestorbene Fichtenwälder. Den Wanderer mag das erschrecken, doch der Nationalpark hat im Umgang mit dieser Problematik folgende Strategie:

Zitat Nationalpark Harz:

Mit gezielten Eingriffen zur Wildnis von morgen

Wälder sind in Bewegung. Wenn Menschen nicht eingreifen, folgen sie ihren eigenen Wald-Gesetzen. Weil aber der Mensch den Wald in den vergangenen Jahrhunderten zu stark nutzte, müssen wir dem Kultur-Wald helfen, wieder zu einem Natur-Wald zu werden. Im Nationalpark überlassen wir den Wald in bereits naturnahen Gebieten einfach sich selbst und vertrauen auf seine Kräfte (Naturdyamikzone). In anderen Bereichen helfen wir ihm auf die Sprünge, halten den Borkenkäfer fern oder fördern den Kreislauf des Lebens aus Werden und Vergehen (Naturentwicklungszone).

Naturdynamikzone

Wald in der Naturdynamikzone bleibt sich selbst überlassen. Hier erfolgen keine menschlichen Eingriffe mehr. Ausnahmen sind nur die Borkenkäferbekämpfung in einem 500 Meter breiten Streifen an den Außengrenzen des Nationalparks sowie die Verkehrssicherung an wichtigen Wegen.

Naturentwicklungszone

In den Naturentwicklungszonen führt der Nationalpark noch Maßnahmen durch, die die Naturnähe in diesen Bereichen erhöhen sollen. Dadurch werden Strukturvielfalt und ökologische Stabilität verbessert und Laubbäume gefördert. Es werden keine wirtschaftlichen Ziele verfolgt. Das im Wald anfallende Holz kann jedoch genutzt werden.

Borkenkäferbekämpfung

Die Borkenkäferbekämpfung wird nach den folgenden Grundsätzen durchgeführt:

  • Bekämpfung an der Außengrenze zum Schutz gefährdeter Nachbarbestände (in einem ca. 500 m breiten Steifen)
  • Schutz großer Fichtenkomplexe in der Naturentwicklungszone
  • Keine Maßnahmen in der Naturdynamikzone (Ausnahme Borkenkäfer im Grenzbereich)

Unser Ziel ist es, dass bis zum Jahr 2022 mindestens 75 % der Nationalpark-Fläche sich selbst überlassen werden, also der Naturdynamikzone zugerechnet werden können.