Malerische Altstadt mit Schloss und grünen Hügeln

Stempelstelle 216 / Lutherbuche

Die Lutherbuche befindet sich südwestlich von Stolberg an einem Aussichtspunkt oberhalb der Stubengasse.

Malerische Altstadt mit Schloss und grünen Hügeln

Luther war im Früh­jahr 1525 nach Stol­berg geru­fen wor­den, um mit einer Pre­digt in der Sankt-Mar­ti­ni-Kir­che die auf­ge­brach­ten Bau­ern und Bür­ger zu beru­hi­gen, was ihm aller­dings nicht gelang. Bei sei­nem Auf­ent­halt, nutz­te er offen­bar die Gele­gen­heit, mit sei­nem Freund Wil­helm Reif­fen­stein einen aus­gie­bi­gen Spa­zier­gang auf den umlie­gen­den Höhen­zü­gen zu unter­neh­men. Bis heu­te lebt in Stol­berg die Legen­de fort, Luther habe von dort die Stadt mit einem Vogel verglichen.

In der 1717 ver­öf­fent­lich­ten Stol­ber­gi­schen Kir­chen- und Stadt­his­to­rie von Johann Arnold Zeit­fuchs hat sich dazu fol­gen­der Ein­trag über­lie­fert:                                                                         „Als ann. 1525. Frey­ta­ges nach Ostern Luthe­rus hier gepre­digt / und mit Hr. Wil­helm Reif­fen­stei­nen nach­ge­hends auf den Berg spat­zi­ret / ver­glich der Doc­tor die Stadt gar füg­lich einem Vogel. Das Schloß / ver­mein­te er / wäre der Kopff / die 2. Gas­sen wären die Flü­gel / der Marckt der Rumpff / die Nie­der­gas­se der Schwantz.“

Der Luther­bu­che und der umlie­gen­de Platz waren schon 1868 als „Luther­platz“ bekannt und wur­den in die Fei­er­lich­kei­ten anläss­lich des 400. Geburts­tags des Refor­ma­tors mit ein­ge­bun­den. Die jet­zi­ge Buche trägt eine höl­zer­ne Tafel, auf wel­cher der Bezug zu Luther erläu­tert ist.

Der beson­de­re Reiz von Stol­berg besteht in ihrem geschlos­se­nen his­to­ri­schen Stadt­bild im Fach­werk­stil, den ver­win­kel­ten Gas­sen und den vie­len Sehens­wür­dig­kei­ten. Um 1489 wur­de einer der legen­dä­ren Anfüh­rer des Bau­ern­krie­ges 1524 – 1525, Tho­mas Münt­zer in Stol­berg geboren.

Vom Markt­platz aus geht man durch das Sai­ger­turm­tor und folgt der Stu­ben­gas­se zu den „Band­we­gen“. Am höchs­ten Punkt des Obe­ren Band­we­ges steht die Lutherbuche.

N51.57180 E10.95271
Silhouette von Bäumen und Hügeln bei Nacht