Überdachte Holzplattform im Wald mit Infotafel

Stempelstelle 222 / Bergbaulehrpfad Wettelrode

Der Bergbaulehrpfad Wettelrode schließt sich unmittelbar an das  Freigelände des Schaubergwerks Röhrigschacht an.

Überdachte Holzplattform im Wald mit Infotafel

Der Röh­rigschacht mit sei­nem mar­kan­ten Wahr­zei­chen, eines der ältes­ten stäh­ler­nen Schacht­för­der­ge­rüs­te Euro­pas, befin­det sich inmit­ten der his­to­ri­schen Berg­bau­land­schaft des süd­öst­li­chen Harz­vor­lan­des. Im Jahr 1991 wur­de das Schau­berg­werk eröff­net, in dem die Besu­cher mit einer ori­gi­na­len Schacht­för­der­an­la­ge 283 m tief in den Schacht ein­fah­ren kön­nen. Mit einer Gru­ben­bahn geht es dann über 1.000 m in ein Abbau­feld des 19. Jahr­hun­derts, wo anhand von Schau­ob­jek­ten die Abbau­ent­wick­lung von den Anfän­gen bis zur Neu­zeit vor­ge­führt und erläu­tert wird.

Der ca. 4 km lan­ge Berg­bau­lehr­pfad ist als Rund­weg aus­ge­bil­det und gibt einen ein­ma­li­gen Ein­blick in die Ent­wick­lung des Kup­fer­schie­fer­berg­baus im Alt­berg­bau des Sang­erhäu­ser Reviers. Damit stellt er eine wert­vol­le Ergän­zung zum Berg­bau­mu­se­um Röh­rigschacht dar.

Der Ort Wet­tel­ro­de wur­de erst­mals im 9. Jahr­hun­dert urkund­lich erwähnt. Für den Ort sind eine Viel­zahl klei­ner Gehöf­te mit Wohn­haus, Stall und Scheu­ne cha­rak­te­ris­tisch. Die Berg­leu­te haben neben ihrer Arbeit im Schacht noch im gerin­gen Umfang für die Eigen­ver­sor­gung eine klei­ne Land­wirt­schaft betrieben.

Am Park­platz vor dem Röh­rigschacht beginnt der beschil­der­te Berg­bau­lehr­pfad, wel­cher teil­wei­se auch über den Karst­wan­der­weg führt. Der Stem­pel­kas­ten befin­det sich in der Nähe  der Nach­bil­dung einer Unter­ta­gesi­tua­ti­on des Alt­berg­baus im 14. – 15. Jahrhunderts.

 

N51.52038 E11.27694
Silhouette von Bäumen und Hügeln bei Nacht