Archiv für den Monat: August 2019

Kaiser- und König-Treffen im Gasthaus „Armeleuteberg“ am 25.08.2019

Foto: Michael Fulst

Foto: Michael Fulst

Liebe Wanderfreunde/innen,

vielen Dank für den wunderschönen Tag mit Euch – wir haben uns gefreut, dass Ihr mit uns gemeinsam diesen Tag erlebt habt und hoffen, Ihr konntet Euch auch mit dem Einen oder Anderen austauschen.

Wir danken Michael für das uns zur Verfügung gestellte Foto.

Leider hatten wir ja auch einen Unglücksfall: Helmut III. hat sich verletzt, die Diagnose lautet Muskelfaserriss, so dass er für die nächsten Wochen ausfallen wird und aus dem Grunde auch leider die von uns angekündigte Wanderung im September.

Wir wünschen Helmut auf jeden Fall baldige Genesung und danken ihm für seinen Einsatz am Sonntag bis zu seinem „Unfall“.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch Familie Krebs und Team von der Gaststätte „Armeleuteberg“ herzlich für die Gastfreundschaft danken. Wir kommen immer wieder gern zu Ihnen.!

Wegesperrung

Wer von der Konradsburg (HWN 201) zum Bisongehege (HWN 86) den ausgeschilderten Wanderweg (grüner Balken) über Wieserode folgt, steht ca. 1 km hinter Wieserode vor einem Weidezaun der quer über die Straße gespannt ist.
Alternativroute: von Neuplatendorf über Ulzigerode

Stempelstelle 66 Wilhelmsblick

Der Wanderweg Rosstrappe-Treseburg ist bis auf weiteres hinter dem Tunnel bergauf zum Wilhelmsblick gesperrt. Der Grund ist, dass das Steilstück durch die Erosion nicht mehr ohne große Gefahr für Leib und Leben begangen werden kann.

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Der Wilhelmsblick ist problemlos über schöne Aussichtspunkte auf einem Rundweg ab dem Wanderparkplatz Treseburg erreichbar.

Wandernder Stempelkasten Station 3

Harburg, Wernigerode (16. August – 15. Oktober 2019)

Die Harburg bei Wernigerode

Das Schloss des Grafen von Wernigerode stand früher südwestlich der heutigen Stelle, da, wo heute noch die Gräben der Harburg zu erkennen sind.
Als der Hausstand des Grafen sich vergrößerte, fehlte es an Platz für einen Erweiterungsbau. Gern hätte er auf dem heutigen Burgberge ein neues Schloss errichtet, aber dafür reichten die Barmittel nicht. Als er sich nicht zu helfen wusste, gab ihm die Gräfin den Rat, seinen Wunsch dem Hausgeist vorzutragen.

Blick zur Harburg bei Wernigerode - Foto Wikipedia Hejkal

Um Mitternacht kniete der Graf in der Burgkapelle und flehte zu Gott um seinen Schutz. Danach ging er auf den Dachboden, wo der Hausgeist seine Wohnung hatte und bat ihn laut um Hilfe. Kaum hatte er seine Bitte ausgesprochen, da zog ein wundersames Klingen durch den Raum. Beruhigt ging der Graf zum Schlafen hinunter. Als er am anderen Morgen den Fensterladen öffnete, rieb er sich verwundert die Augen. Die Umgebung schien verändert.

Die Häuser der Stadt Wernigerode sah er tief unter sich am Fuße des Berges. Der Hausgeist hatte sich in der Nacht gegen die Grundmauern gestemmt und das ganze Schloss mit dem Zauberwort „Rutsche fort!“ nach dem jetzigen Platze hinüber geschoben. Nun konnte mit dem Erweiterungsbau begonnen werden.

Die Harburg bei Wernigerode

So lautet die Sage über die Harburg, die einst auf einer 435 m hohen Bergkuppe, etwa 1,4 km südlich der Altstadt von Wernigerode thronte. Historische Überlieferungen und urkundliche Nachrichten über diese Burg fehlen. Nur einige archäologische Grabungen, besonders 1832, brachte etwas Licht in Dunkel der Burggeschichte. Damals wurde die Ringmauer der Burg aufgedeckt und abgebrochen. Der Bergfried von neun Meter Durchmesser, mit 2,1 m dicken Mauern, war noch 1860 vorhanden.

Die aufgefundene Bausubstanz, besonders die Reste einer romanischen Sechseckwandsäule mit Palmettenkapitell sowie aufgefundene rotbraune deutsche Keramikscherben, deuten auf eine romanische Adelsburg des 12.-13. Jahrhunderts hin. Vermutlich war diese Bergkuppe schon Standort einer frühgeschichtlichen Anlage. Erwähnung fand die Harburg nur als Forstort, erstmals 1352. Die kleine Burganlage hatte einen ovalen Burgplatz von etwa 16 x 52m. Anscheinend war die Burg geschlossen von einer Graben-Wall-Anlage sowie einer Ringmauer umgeben.

Heute befindet sich auf dem Burgstall, dem ehemaligen Burgplatz eine Ausflugsgaststätte, die Freitag, Samstag und Sonntag geöffnet hat. Bis 1956 stand auf dem Burggelände auch noch ein Bismarck-Denkmal. Die Bergkuppe der Harburg und Zwölfmorgental lassen sich gut vom Armeleuteberg oder auch von Wernigerode aus erwandern.