Sonderstempel

Die Sonderstempel 9901, 9902 und 9903 sind Pflichtstempel für den „Harzer Grenzweg“ und mit einem schwarz-rot-goldenen Anstrich versehen:

9901 Sonderstempel „Jungborn“ (N51 53 08.5 E10 38 46.6)                                                           Der „Jungborn“ war die erste Naturheilstätte in Deutschland und wurde von dem Lebensreformer Adolf Just im Juni 1896 eröffnet. Wasser , Erde, Licht und Luft – das sind die Heilmittel der Natur nach ewigen Gesetzen. Diese vier Urelemente, verbunden mit der bewährten fleischlosen Jungborn-Ernährung und einer gesunden, bejahenden Lebenseinstellung standen im Mittelpunkt der Jungborn-Heil- und Lebensweise und wurden ganz individuell angewandt.                                                                                                          Während und nach dem 2. Weltkrieg wurde das Gelände unterschiedlich genutzt, ehe die Gebäude im Zuge der innerdeutschen Grenzsicherung abgerissen wurden.
Der Förderverein Jungborn Harz e.V. hat sich die Wiederbelebung der Jungborn-Idee zur Aufgabe gemacht. Förderverein Jungborn Harz

HWN Jungborn

Foto: www.jungborn-harz.eu

Am schnellsten erreicht man den Standort von Stapelburg aus durch das Eckertal und kann die Tour zur gleichnamigen Talsperre der HWN 1 fortsetzen.

9902 „Zweiländereiche“  (N51 37 00.7 E10 38 19.9)                                                                           Die ehemalige innerdeutsche Grenze verlief mitten durch die beiden Stämme der Zweiländereiche im Ellricher Stadtwald. Ein günstiger Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Eingang des Stadtwaldes. Von dort erreicht man über den „Spitzen Winkel“ und wandert auf dem „Harzer Grenzweg“ auf der ehemaligen innerdeutschen Grenze vorbei an historischen Grenzsteinen zur „Zweiländereiche“.

HWN Zweiländereiche Wiegand

Foto: Dirk Wiegand

9903 „Dreiländerstein“ ( N51 38 29.5 E10 42 08.4)                                                                           Der „Dreiländerstein“ wurde im Jahre 1749 gesetzt und befindet sich zwischen Hohegeiß, Rothesütte und Benneckenstein. Hier trafen die Länder Herzogtum Braunschweig „HB“, Königreich Preußen „HB“, und das Gräflich Wernigeröder Forstgebiet „GW“ aufeinander. Während der Teilung Deutschlands bildete der Stein einen Grenzpunkt zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Heute markiert der Stein die Grenze zwischen den Bundesländern Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

HWN Dreiländerstein

Foto: Klaus Dumeier

Der Stempelkasten befindet sich an der in 2016 neu errichteten Herrmann-Kerl-Hütte.

9904 Sonderstempelstelle „Steinkreuz“ (N51 36 19.7 E10 40 58.3)                                            vom 16.06.2016 bis 15.09.2016                                                                                                                    Das 1,20 m hohe Steinkreuz steht an der „Hohen Straße“ südwestlich von Sülzhayn und erinnert als Sühnekreuz an einen Raubmord. Ein Mönch aus dem nahen Zisterzienserkloster Walkenried hatte auf den Märkten der Umgebung seine Waren verkauft und wurde auf dem Heimweg erschlagen und ausgeraubt. Von dem Standort des Kalksteinkreuzes hat man einen herrlichen Blick in das südliche Harzvorland.

HWN Steinkreuz Sülzhayn Langlott

Foto: Jürgen Langlott

 

9905 Glasmanufaktur Derenburg „Hüttengarten“ (dauerhafte Sonderstempelstelle)      Bereits im Jahr 2012 wurde mit der Renaturierung der ehemaligen Deponie der Glashütte begonnen. Die Gliederung des Geländes ist strahlenförmig und klar strukturiert. Auf der höchsten Erhebung befindet sich eine Aussichtsplattform mit der Sonderstempelstelle und einem Ausblick zum Brocken und dem vorgelagerten Schloss Wernigerode. Das Entree zum Hüttengarten bildet eine Allee mit japanischen Zierkirschen und geleitet den Besucher der Glasmanufaktur direkt zu den unterschiedlich duftenden Rosenbeeten, Lavendeloasen und Obstfeldern.

HWN Glasmanufaktur Hüttengarten

Foto: Klaus Dumeier

 

9906 Museum für Naturkunde in Magdeburg (dauerhafte Leihgabe)                                         Die weite Feldlandschaft der Magdeburger Börde und Berglandschaft des Harzes mit Wäldern, Höhlen und alten Bergwerksgängen werden in dem größten Ausstellungssaal des Naturkundemuseums inszeniert. Im vorderen Bereich werden in Vitrinen wichtige Vogelarten der Felder, wie Mäusebussard, Wiesenweihe, Rebhuhn und die in Sachsen-Anhalt fast ausgestorbene Großtrappe gezeigt.                                                                                       Baumriesen und Felslandschaft                                                                                                       Über Treppen gelangt man in eine zweite begehbare Ebene die von einer künstlichen Felsenlandschaft umschlossen wird. Der Abguss einer alten Buche von 7 m Höhe mit ihren Bewohnern Schwarzspecht und Schwarzstorch und der Stamm einer Esche überragen die Felsen. Typische Tierarten des Hochharzes, wie Mufflons, Luchs und der nahezu ausgestorbenen Auerhahn findet man in den Dioramen.                                                      Spannend wird es auch für Kinder. Sie können den weitläufigen Bau einer Dachsfamilie erkunden und sich auf einige Überraschungen gefasst machen. Ein Hochsitz bietet Ausblicke und Informationen zum Thema Jagd. Unter den Felsen verbirgt sich eine Ausstellung über Mineralien sowie Fossilien des Harzes, mit der an den Bergbau im Harz erinnert wird.

Museum für Naturkunde in Magdeburg

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Foto: www.naturkundemuseum-magdeburg.de/das-museum/museumsgeschichte/

9907 Schlossmuseum Braunschweig (vom 5.08.2016 bis 17.03.2017)                                            Die Sonderausstellung „Schatzkammer Harz“ zeigt auf, inwieweit die Braunschweigischen Herzöge auf den Harz einwirkten und welche Spuren ihr Einfluss in den Bereichen Bergbau, Tierwelt und Naturwissenschaft hinterlassen hat.

Sonderausstellung Schlossmuseum Braunschweig

HWN Schlossmuesum Braunschweig

Foto: www.schlossmuseum´-braunschweig.de Braunschweig Stadtmarketing GmbH – Steffen und Bach GmbH

9908 „Kleiner Harz“ Wernigerode (dauerhafter Sonderstempel)                                               Einer der schönsten Miniaturenparks Deutschlands, der „Kleine Harz“, ist eingebettet in die gartenarchitektonische Anlage des Wernigeröder Bürgerparks.
Die Besucher bestaunen die Detailtreue der Modelle und werden zu einer Reise vom Modell zum Original eingeladen. Über 60 kulturhistorisch interessante Gebäude des Harzes stehen in einer faszinierenden Miniaturlandschaft mit Gehölzen, Wasserläufen und Felsformationen.     Die Kaiserpfalz Goslar, das Rathaus Wernigerode und der Halberstädter Dom sind nur einige der im Maßstab 1:25 gefertigten Gebäude. In nur wenigen Minuten wandern Sie hier von Goslar über Blankenburg nach Wernigerode. Dort schlängelt sich, vom Bahnhof Westerntor abfahrend, die Harzer Schmalspurbahn zum Brocken mit seiner 5 Meter hohen Antenne.                            Der Sonderstempel der Harzer Wandernadel befindet sich zwischen dem Josephskreuz auf dem Auerberg und der St. Petri-Kirche in Thale.

HWN Kleiner Harz Wöhlbier

Foto: Klaus Dumeier

9909 Ahornpark Ilfeld (N51 5820.9  E10 7760.8)                                                                               Der Ahornpark Ilfeld (Curie-Park) ist seit einigen Jahren ein touristisches Aushängeschild für den Urlaubsort Ilfeld. Um die 270 Ahornbäume wurden in den vergangenen Jahren gepflanzt, alle durch einen oder mehrere Baumpaten finanziert.  Ein Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, den Ahornpark in Etappen zu rekultivieren und einen naturbelassenen Park mit möglichst vielen Ahorngewächsen entstehen zu lassen. Ziel ist es auch,  den Ahornpark zu einer natürlichen Gartenlandschaft  werden zulassen, in der die Einwohner der Gemeinde Harztor und ihre Besucher aller Generationen  Ruhe und Entspannung finden können.                                Webseite des Vereins „Ahornpark Ilfeld“

hwn-ahornpark-ilfeld

Foto: Tanja Dumrauf

9910 Baumwipfelpfad Harz in Bad Harzburg (dauerhafter Sonderstempel)                           Hoch hinaus geht es seit Mai 2015 auf dem Baumwipfelpfad Harz in Bad Harzburg. Jung und Junggebliebene, Familien, Senioren und Menschen mit Behinderung haben auf dem ersten Baumwipfelpfad des Harzes und Niedersachsens die Möglichkeit barrierefrei die Natur aus einer völlig neuen Perspektive kennen zu lernen.

Am Fuße des Burgbergs mitten im Kurpark Bad Harzburgs gelegen, startet der rund 1.000 m lange Pfad und führt den Gast auf über 20 Metern Höhe durch die alten Baumkronen des Kalten Tals. Dabei erfährt der Gast Informatives zur Holzwirtschaft, Natur und Umwelt. Einzigartig unter den Baumwipfelpfaden Deutschlands ist er auch aufgrund seiner Geologiestation, die anhand einer Felswand die Gesteinsschichten des Harzes erklärt. Zudem führt der Pfad über einen Teich, gewährt Einblicke in den Nationalpark Harz und gibt letztlich einen Einblick in die spannende Tier- und Pflanzenwelt des nördlichsten Mittelgebirges Deutschlands. Fehlen dürfen dabei natürlich nicht der Luchs oder die Wildkatze, die zu den Wahrzeichen Bad Harzburgs geworden sind.

Foto: Harzventure

Foto: Harzventure

9911 Glasarche in Drei Annen Hohne (vom 26.06. bis 14.09.2017)                  

Memento aus Eiche

Arrangiert wird das gläserne Kunstobjekt in einer rund fünf Meter großen Holzhand, ersonnen und gestaltet von den Künstlern Christian Schmidt und Sergyi Dyschlevyy. In leicht geneigter Position visualisiert das Glas-Holz-Ensemble zum einen, dass die Bewahrung der Natur- und Kulturlandschaft in Menschenhand liegt. Gleichsam assoziiert die Komposition eine fließende Bewegung, in der die Glasarche der hölzernen Hand scheinbar entgleitet, die Verantwortung sozusagen auf den konkreten Betrachter übergeht.

Initiatoren und Unterstützern des Projektes ist es dabei wichtig, dass die Betrachter die Arche im Umfeld des jeweiligen Ausstellungspunktes mit naturschutzfachlichem Schwerpunkten als Gesamtheit wahrnehmen. So soll das Gesamtkunstwerk einerseits Ruhepol und Entschleunigung sein, andererseits aber bewusst zur Auseinandersetzung mit der Umgebung anregen. Warum ist es notwendig, am jeweiligen Standort einen Schutzraum zu kreieren? Welche Besonderheiten in Kultur und Natur sind besonders bewahrenswert? Die Glasarche als Mittelpunkt der jeweiligen Station ist dabei Weg und Ziel zugleich. So erhoffen sich die Ideengeber und Ausgestalter, dass Besucher das Kunstobjekt als Ausflugsziel nutzen, um die Umgebung (völlig neu) zu entdecken.

Vom 26.06.2017 bis zum 14.09.2017 ist die Glasarche auf der Löwenzahnwiese bei Drei-Annen-Hohne zu bewundern.