Kategorie-Archiv: Wandernder Stempelkasten

Wandernder Stempelkasten – Station 4 Tourenempfehlung

Der wandernde Stempelkasten hat seine 4. Station, das wildromantische Siebertal erreicht.

Das herbstliche Siebertal

Das herbstliche Siebertal

In der Nähe der heutige Schutzhütte an der Sieber gab es bereits Mitte des 17. Jahrhunderts ein Hüttenwerk. Da wo es stand, am Eingang zum Sonnental, zeugen noch einige Schlackenhalden sowie ein verfallener Stollen davon. Der Name Schluft leitet sich von Schlucht ab. Die benachbarten Täler mit ihren engen und bizarren Felsformationen haben dem Gebiet die Bezeichnung gegeben.

Ende des 17. Jahrhunderts wurde bereits das erste Forsthaus an dieser Stelle errichtet. Früher gingen die Waldarbeiter aus Sieber die 9 km zu Fuß dorthin in ihr Forstrevier zur Arbeit. Nicht täglich, denn sie blieben die Woche über dort in der Herberge, wie das Wirtschaftsgebäude an der Försterei genannt wurde. Das Forsthaus selber war immer ein beliebtes Wanderziel, kreuzen sich hier doch viele Wege. Gäste aus der ganzen Region zog es hierhin, denn das Haus war bewirtschaftet. Daneben war das Haus natürlich auch die Dienstwohnung des Revierförsters. Gleichzeitig war dort jahrelang ein Posthilfsstelle mit einem öffentlichen Fernsprechapparat untergebracht. Ende der 70er Jahre wurde das Forsthaus abgerissen.

Forsthaus Schluft Kühe

Heute erinnern neben der sechseckigen Schutzhütte nur noch einige Grundmauern und ein Brunnen an das Forsthaus Schluft.

Tourentipps:

1. Vom Parkplatz Dreibrodesteine in das Siebertal und über den Fischbachweg zurück

HWN Dreibrode-Siebertal-Fischbachrunde

A Parkplatz „Dreibrodesteine“  – HWN 154 Dreibrodesteine weiter durch das Dreibrodetal zum Siebertal dort rechts halten und flussaufwärts zum wandernden Stempelkasten an der Siebertalhütte 4 in den Schluftwiesen. Von dort aus an der nächsten Wegkreuzung rechts über den Fischbachweg 5 + 6 zurück zum Parkplatz. 11,8 km + 260 Höhenmeter runter + rauf

2. Vom Parkplatz Sonnenberg zu den Schluftwiesen

HWN Sonnenberg-Siebertal-Schluftweg-Sonnenberg

Parkplatz an der Harzhochstraße hinter dem Forsthaus Sonnenberg von dort flussabwärts immer der Sieber folgen. Hinter der Wegkreuzung an den Schluftwiesen rechts über die alte Steinbrücke zur Siebertalhütte 1 mit dem Stempelkasten^. Als alternativen Rückweg geht es über die „lange Schluft“ bis zur Harzhochstraße und parallel der Straße zurück zum Parkplatz. 7,5 km + 210 Höhenmeter sind zu bewältigen

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Wandernder Stempelkasten – Station 3

 

Foto: Jens Langlott, Sangerhausen

Foto: Jens Langlott, Sangerhausen

Bismarckklippe (898 m) am Hirtenstieg vom 15. August bis 15. Oktober

N 51.8130       E 10.6056

Die Bismarckklippe liegt am Hirtenstieg, welcher von der Rangerstation Scharfenstein zum Brocken hinaufführt.  Der Weg ist mit Steigungen bis zu 15 % der steilste Brockenanstieg und auch durch den Verlauf über den ehemaligen Kolonnenweg nur trainierten Wanderern zu empfehlen. Belohnt werden die Mühen durch eine einmalig schöne Natur  und einen herrlichen Ausblick von der Bismarckklippe auf die Eckertalsperre sowie das nördliche Harzvorland.

Der Stempelkasten befindet sich in der Schutzhütte oberhalb der Bismarckklippe!

„Ich glaube, auch Mephisto muss mit Mühe Atem holen, wenn er seinen Lieblingsberg ersteigt. Es ist ein äußerst erschöpfender Weg, und ich war froh, als ich endlich das langersehnte Brockenhaus zu Gesicht bekam.“ berichtete bereits Heinrich Heine 1824 von seiner Harzreise. Der nach ihm benannte Heinrich-Heine-Weg führt von Ilsenburg aus auch über den Hirtenstieg.