Archiv für den Monat: November 2016

Blankenburg bewirbt sich um LAGA 2022

Bewerbungsvideo der Stadt Blankenburg (Harz)

Grün macht glücklich. Grün macht gesund. Als Stadt der Parks und Gärten hat „das Grün“ in Blankenburg (Harz) eine lange Tradition. Nicht zuletzt deshalb bemüht sich die Stadt um die Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahr 2022.

LAGA 2022 Logo

Die wichtigsten Herausforderungen für die Stadtentwicklung Blankenburgs sind ein demografiebedingter Einwohnerrückgang, eine bislang noch unzureichende Profilierung im Standortwettbewerb um Arbeitsplätze, Bewohner und Touristen, der Leerstand und Sanierungsstau in der Altstadt sowie ungenutzte Potentiale zur Attraktivierung des Wohnund Wirtschaftsstandortes. Mit diesen Herausforderungen kämpft nicht nur die Blütenstadt – vielmehr steht sie exemplarisch für viele Städte in Sachsen-Anhalt, welche neue Impulse für eine nachhaltige Stadtentwicklung brauchen. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, sind umfassende Ansätze notwendig. Mit der Bewerbung für die Landesgartenschau im Jahr 2022 möchte die Stadt ihren Umgang mit diesen Herausforderungen demonstrieren.

Die Stadt, deren Lebensqualität vor allem auf ihren kulturhistorischen Schätzen und ihrer außergewöhnlichen Ausstattung mit Landschafts- und Parkräumen beruht, soll für die Zukunft fit gemacht werden. Die Stadtentwicklung kann in absehbarer Zeit nicht über Einzelmaßnahmen vorangetrieben werden. Vielmehr ist dies nur über ein kraftvolles, abgestimmtes Investitionspaket in mehreren Stadträumen zu bewältigen.

Im Jahr 2013 stimmte der Stadtrat mehrheitlich für die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie als Grundlage für die Bewerbung zur Durchführung einer Landesgartenschau in unserer Stadt. Diese Studie wurde im Juni 2016 dem Haupt- und Vergabeausschuss in öffentlicher Sitzung vorgestellt und von diesem dem Stadtrat zur Beschlussfassung empfohlen. Dieser folgte mehrheitlich und beauftragte Bürgermeister Heiko Breithaupt, alle notwendigen Schritte zur Bewerbung einzuleiten.

Die Ausrichtung einer Landesgartenschau ist ein Investitionsschub für die Stadtentwicklung und gestaltet sie nachhaltig. Eine Landesgartenschau gibt Impulse für das Stadtmarketing und das bürgerschaftliche Gemeinwesen. Sie zieht zahlreiche Besucher an. Zudem hat das „Grün“ in der Stadt der Parks und Gärten bereits eine lange Tradition, auf die aufgebaut werden soll. Durch den oben genannten Investitionsschub in die Stadtentwicklung Blankenburgs werden nachhaltige Synergien und Effekte in der Stadt und Region erwartet, wie zum Beispiel eine dauerhafte Verbesserung der Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig soll die Landesgartenschau ein Anstoß für private Folgeinvestitionen sein. Gartenschauen sind Stadtenwicklung und keine Blümchenschauen.

„Willkommen in der Blütenstadt am Harz“ lautet das Leitmotiv für Blankenburg als Stadt der Parks und Gärten. Neu erfinden muss sie sich als solche nicht – sie muss sich lediglich auf diese Stärken konzentrieren und diese gezielt entwickeln.

Natürlich kann eine Gartenschau nicht sämtliche Zukunftsfragen der Stadt lösen. Dies geht nur gemeinsam mit der Bürgerschaft, Verbänden und Unternehmen. Die Planung und Durchführung einer Gartenschau kann hierfür aber eine Plattform bieten und den erforderlichen Gemeinschaftsgeist wecken.

Wie geht es nun weiter? Mit Hochdruck wurde an den Bewerbungsunterlagen gearbeitet, Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten geprüft, Unterstützer wurden gefunden bis schließlich fristgemäß zum 15. September sämtliche Unterlagen beim Land eingereicht werden. Ob die Stadt den Zuschlag schließlich erhalten wird, entscheidet sich im ersten Halbjahr 2017.